Ein Flachdach ist aufgrund der Konstruktion in der Regel den Witterungseinflüssen stärker ausgeliefert, als ein Schrägdach. Auf einem Flachdach bleibt beispielsweise das Regenwasser sehr viel länger stehen und die vorherrschenden Außentemperaturen wirken sich sehr viel stärker auf die Oberflächenschicht des Daches aus. Wird ein Flachdach über die Jahre an einigen Stellen undicht, flickt der Laie nicht selten nur diese Stellen, anstatt eine komplette Dachsanierung durchzuführen. Bei dieser Vorgehensweise ist zumeist der Ärger vorprogrammiert, denn weist ein Flachdach an einigen Stellen Undichtheit auf, welche provisorisch geflickt werden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich auch weitere undichte Stellen zeigen.

Daher ist es bei einem undichten Flachdach grundsätzlich anzuraten, das Dach komplett zu sanieren und nicht nur die undichten Stellen zu flicken. Für die Sanierung eines Flachdaches stehen heutzutage sehr fortschrittliche Materialien zur Verfügung. Neben den Eindeckmaterialien für Flachdächer, wie beispielsweise Stahlblech, Kupfer oder Aluminium finden sich auch verschiedene, hochmoderne Kunststoffe für die Flachdachversiegelung. Manche Hersteller dieser extra für die Dachbeschichtung entwickelten Kunststoffe garantieren eine bis zu 30 Jahren anhaltende Dichtheit der Beschichtung.

In den meisten Fällen wird bei einer Flachdachsanierung im ersten Arbeitsschritt die Oberfläche von Verunreinigungen befreit und im nächsten Schritt die undichten Stellen mit einem Abdichtungsschaum versiegelt. Danach bringt der Fachmann eine Grundierung auf die Dachoberfläche. Je nach Bauart und Untergrund des Flachdaches werden hierfür sehr unterschiedliche Grundierungsmaterialien verwendet. Als letzter Arbeitsschritt bringt der Fachmann die Deckschicht auf. Das Aufbringen dieser Deckschicht wird in der Regel 2-3 mal durchgeführt, um eine 100% dichte Abdeckschicht für das Flachdach zu erhalten.